Grenzen des Römischen Reiches

Einzigartige Militärarchitektur aus der Blütezeit Roms
Art der Stätte:
Kulturstätte
Aufnahmejahr:
2005
Bundesland:
Baden-Württemberg
Ort:
Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz
Limesrekonstruktion auf den Heidenbuckel

Das Römische Reich ist eines der größten Reiche, die es je gab. Der Obergermanisch-Raetische Limes bildet einen Teil der römischen Grenzbefestigung mit Kastellen, Wachtürmen, Mauern und Palisaden, mit dem die einstige Weltmacht ihr Reich gegen das freie Germanien hin abgrenzte. 2005 wurde er als Teil der transnationalen Welterbestätte Grenzen des Römischen Reichs mit dem UNESCO-Welterbetitel ausgezeichnet. Die als Welterbe anerkannten Grenzen sind ein außergewöhnliches Beispiel für die Militärarchitektur und Bauweise im Römischen Reich. Sie legen Zeugnis ab von der Macht des Römischen Reiches und seinem großen Einfluss auf die von ihm beherrschten Gebiete. Auch zeugen sie vom Austausch menschlicher und kultureller Werte zur Blütezeit des Römischen Reiches.

UNESCO-Welterbetag 2020

Grenzen des Römischen Reiches digital entdecken:

Erkunden

Deutsche Limes-Straße

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Entdecken Sie das UNESCO-Welterbe Limes. Über 550 km zieht sich die einstige römische Grenzanlage quer durch Deutschland. Spuren von zahlreichen Kastellen, Kleinkastellen oder Wachttürmen sind noch heute in der Landschaft sichtbar. Erkunden Sie die archäologischen Denkmäler mit dem Fahrrad oder mit dem Auto. Moderne Museen zeigen die herausragenden Funde und erklären die Funktion dieses monumentalen Bauwerks. Der Limes lässt römische Geschichte mitten in Deutschland lebendig werden.

Spaziergänge am Welterbe

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Der Limes - das längste archäologische Bodendenkmal Europas - ist Teil des UNESCO-Welterbes Grenzen des Römischen Reiches. Über 550 km verläuft die römische Grenzanlage durch die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern. Ausgedehnte Spaziergänge am Limes sind in allen vier Bundesländern in beeindruckenden Landschaften möglich. Gerade jetzt bietet das Denkmal Limes die Möglichkeit Archäologie, Kultur und Natur zu genießen - mit angemessenem Abstand.

Spaziergang im Römerpark Ruffenhofen

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Der kurze Spaziergang führt vom Aussichtspunkt zum rekonstruierten Kastell. Im Hintergrund befindet sich das Kastell als Bodendenkmal. Mit Hilfe der 360 Grad-Aufnahmetechnik wurden die Topographie und die Lage nahe des Hesselberges besonders gut erfasst.

Helmmaske

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Zur Paradeausrüstung römischer Reitersoldaten gehörten reich dekorierte Helme mit Masken, die das ganze Gesicht verbargen. Sie wurden bei den überlieferten Reiterspielen getragen. Bezeugt sind Übungen in komplizierten Formationen und Scheinkämpfe zweier Parteien.

Die Maske aus Echzell weist im Gesicht einen dünnen Überzug aus Silberblech auf. Ihre auffällige Frisur mit den über der Stirn aufstrebenden Locken ist charakteristisch für Porträts Alexanders des Großen. Deshalb bezeichnet man diese Helme als Alexander-Typus. Er kommt zur Zeit des Kaisers Hadrian (117 – 138 n. Chr.) auf, der ein großer Freund der Reiterspiele war.

Dodekaeder

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Der Dodekaeder, auch Pentagon-Dodekaeder, ist ein würfelartiger Körper mit zwölf fünfeckigen Flächen. Zwölf unterschiedlich große, runde Öffnungen durchbrechen die Flächen. Die Öffnungen werden von konzentrischen Rillen und Kerben gerahmt. Dreißig kleine Kügelchen zieren die Ecken des Dodekaeders. Er ist innen hohl.

Zu seiner Verwendung werden unterschiedliche Forschungsmeinungen diskutiert, z. B. als Mess- oder Eichgerät oder als astrologisches Instrument im kultisch-religiösen Kontext.

Das Limeskastell Pohl im Rhein-Lahn-Kreis

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Das Limeskastell Pohl im Rhein-Lahn-Kreis

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Pferdekopf Waldgirmes

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Der Kopf gibt die feingliedrigen Züge eines Pferdes detailgenau wieder. Das Kopfgeschirr ist reich geschmückt mit einer Stirnplatte und Medaillons. Sie zeigen den Kriegsgott Mars und die Siegesgöttin Victoria. Der Kopf ist innen hohl.

Ursprünglich gehörte der Pferdekopf zu einem Reiterstandbild, welches vermutlich auf dem Forum der römischen Siedlung Waldgirmes aufgestellt war. Nach Ende der Siedlung wurde der Kopf sorgfältig in einem Brunnen in sechs Metern Tiefe zwischen Mühlsteinen deponiert.

Fingerring Leda

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Der Reif des Fingerringes besteht aus drei nebeneinander gelegten Drähten, der mittlere ist mit einer Reihe Perlen verziert. Die Enden der beiden äußeren Drähte sind in die Form von Schlangenköpfen gebracht. Auf der ovalen Platte ist die Darstellung der spartanischen Königin Leda mit dem Schwan geprägt. Der griechische Göttervater Zeus näherte sich ihr in Gestalt eines Schwans, um sie zu schwängern.

Leda mit dem Schwan war in der antiken Kunst ein weit verbreitetes erotisches Motiv in allen Kunstgattungen. Fingerringe wie dieser wurden in römischer Zeit gleichermaßen von Frauen und Männern getragen.

Die LimesGemeinden

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Andreas Brigl, Erster Bürgermeister der Gemeinde Titting und Vorsitzender des Zusammenschlusses der LimesGemeinden, zeigt die verbindenden Elemente des Limes.

Erfahren

Fünf Fragen an C. Sebastian Sommer

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C. Sebastian Sommer, Vorsitzender der Deutschen Limeskommission und Landeskonservator am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, beantwortet fünf Fragen zum UNESCO-Welterbe Grenzen des Römischen Reiches und zum Obergermanisch-Raetischen Limes.

Fünf Fragen an Thilo Rentschler

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Thilo Rentschler, Oberbürgermeister der Stadt Aalen und Vorsitzender des Vereins Deutsche Limes-Straße beantwortet fünf Fragen rund um das UNESCO-Welterbe.

Fünf Fragen an Dr. Karl Heinz Rieder

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Dr. Karl Heinz Rieder, wissenschaftlicher Leiter des Römer und Bajuwaren Museums, beantwortet fünf Fragen zum UNESCO-Welterbe.

Experimentieren

Die Limeskönigin schaut den Römern in den Kochtopf

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Die Limeskönigin Kerstin Hausmann zeigt ihr Lieblingsexponat im Römer und Bajuwaren Museum. Bei dieser Gelegenheit schaut sie den Römern in den Kochtopf.