SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz

Drei Städte - ein gemeinsames jüdisches Erbe
Art der Stätte:
Kulturstätte
Aufnahmejahr:
2021
Bundesland:
Rheinland-Pfalz
Orte:
Speyer, Worms, Mainz

Synagoge und Frauenschul in Speyer

Im Mittelalter bildeten die drei jüdischen Gemeinden in Speyer, Worms und Mainz den einzigartigen Gemeindebund „SchUM“, der seither als Zentrum des Judentums in Nord-, Mittel- und Osteuropa (Aschkenas) gilt. 

Der Begriff SchUM setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der mittelalterlichen hebräischen Städtenamen zusammen. Die hier entstandene Architektur, Kultur, jüdische Liturgie und Rechtsprechung sind bis heute wirksam in der jüdischen Welt. Synagogen, Frauenbeträume, Ritualbäder und Friedhöfe sind herausragende Zeugnisse der fast 1000-jährigen lebendigen Tradition und Geschichte von Jüdinnen und Juden am Oberrhein. 

Seit dem 27. Juli 2021 sind die SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz als erstes jüdisches UNESCO-Welterbe Deutschlands anerkannt. 

UNESCO-Welterbetag 2025

SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz digital entdecken:

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Experimentieren

  • Führung "UNESCO Weltkulturerbe – die jüdischen Monumente in Worms"

    Worms , Synagogenplatz
    01. Juni<br>10:30–12:30 Uhr

    Entdecken Sie bei dieser Gästeführung die jüdischen Monumente in Worms und deren Bedeutung für das kulturelle Erbe.

    Vor Ort

    Sie erfahren alles Wissenswerte über den ältesten in situ erhaltenen jüdischen Friedhof Europas „Heiliger Sand“ sowie das ehemalige jüdische Viertel in der Judengasse mit der Synagoge. Die Monumente veranschaulichen das jüdische Leben in der Stadt und zusammen mit der religiösen Überlieferung die Verbundenheit der SchUM-Gemeinden in jeglicher Hinsicht.

    Männliche Teilnehmer benötigen eine Kopfbedeckung für den Besuch der Synagoge und des jüdischen Friedhofs. 

    Die kostenfreie Führung ist ein Angebot der Tourist Information Worms und ohne Anmeldung möglich. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 25 Personen begrenzt.

     

    Adresse

    Synagogenplatz, 67547 Worms

  • Führung "Alter Jüdischer Friedhof Judensand" Mainz

    Mainz , Jüdischer Friedhof Judensand
    01. Juni<br>10:30–11:30 Uhr , 12:00–13:00 Uhr & um 14:00–15:00 Uhr

    Erfahren Sie, was "SchUM" bedeutet und die UNESCO-Welterbekomponente "Judensand" weltweit einzigartig macht. 

    Vor Ort

    Entlang der Mombacher Straße liegt der idyllische Alte Jüdische Friedhof „Judensand“. Er zählt zu den ältesten und größten mittelalterlichen jüdischen Friedhöfen in Europa. 

    Die im Hebräischen mit „Beit haChaim“ (Haus des Lebens) bezeichnete Begräbnisstätte spiegelt die jahrhundertealte und wechselvolle Vergangenheit der jüdischen Gemeinde in Mainz wider. Beim Rundgang werden Grabsteinsymbole sowie Begräbnis- und Trauerrituale vorgestellt. Auch von großen Persönlichkeiten wird erzählt, die hier im Mittelalter bestattet wurden. Die derzeit laufenden Restaurierungsarbeiten an den Grabinschriften werden erläutert. 

    Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Spenden für die Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wird herzlich gebeten. Männer müssen beim Besuch des Friedhofs eine Kopfbedeckung tragen.

    Adresse

    Mombacher Straße, 55122 Mainz

  • Führung durch die Synagoge "Beith Shalom"

    Speyer, Synagoge "Beith Shalom"
    01. Juni<br>11–12 Uhr

    Freuen Sie sich auf einen spannenden Rundgang durch die Synagoge "Beith Shalom" und erfahren Sie wissenswertes über das heutige Gemeindeleben

    Vor Ort

    Die 2011 errichtete Synagoge "Beith Shalom" krönt die bedeutenden spirituellen und materiellen Vorkommnisse der jüdischen Geschichte der Stadt. Sie ist bereits die dritte Synagoge in Speyer: Die erste Synagoge wurde 1104 im Judenhof eingeweiht. Ihre Überreste sind Teil des UNESCO-Welterbes SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz. Die zweite Synagoge, die im Jahre 1837 auf der Maximilianstraße entstand, wurde in der Reichspogromnacht 1938 niedergebrannt.
    Mit der Synagoge "Beith Shalom", die auch als Gemeindezentrum der jüdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz dient, ist jüdisches Leben in Speyer wieder sichtbar. Die Führung ist ohne Anmeldung möglich und kostenfrei, über Spenden freut sich die jüdische Gemeinde. 

    Adresse

    Am Weidenberg 3, 67346 Speyer

  • Kinder- und Familien-Konzert mit "Klezmers Techter"

    Speyer, Judenhof
    01. Juni<br>12–13 Uhr

    Ein einzigartiges Open-Air-Erlebnis im historischen Ambiente der Speyerer UNESCO-Welterbe-Stätten im Rahmen des neuen Musikfestivals "Chai"

    Vor Ort

    „Chuzpedike Poyk“ ist jiddisch und bedeutet „freche Pauken“. Klezmers Techter spielen in modernen Arrangements mit Klarinette, Bass Klarinette, Akkordeon, Kontrabass und Cymbal ein Konzert, dass Kinder in die Welt der Klezmer Musik eintauchen lässt. Darüber hinaus können die Kinder durch Bodypercussion, Singen und Tanzen die jahrhundertealte Musikkultur aktiv miterleben. Klezmermusik bietet auch die Möglichkeit, das Thema Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus bereits im Grundschulalter auf spielerische, humorvolle und unterhaltsame Weise zu entkräften. 

    Das Konzert findet im Rahmen des neuen Musikfestivals "Chai" vom Verkehrsverein Speyer in Kooperation mit der Jüdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz und der Stadt Speyer statt und ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

     

    Adresse

    Kleine Pfaffengasse 20/21, 67346 Speyer

  • Führung "Doppeltes Welterbe in Speyer"

    Speyer, Dom und Judenhof
    01. Juni<br>13–15 Uhr

    Den Kaiserdom und die SchUM-Stätten in Speyer erleben

    Vor Ort

    Eine Stadt, ein doppeltes Welterbe: Mit der Führung können sie nicht nur die größte romanische Kirche und Hauptwerk der mittelalterlichen Baukunst, den Dom zu Speyer erleben, sondern auch die UNESCO-Welterbekomponenten im Speyerer Judenhof entdecken. Tickets sind in der Dom-Info für 15€ (ermäßigt für 10€) erhältlich. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 25 Personen begrenzt. 

    Adresse

    Domplatz 2b, 67346 Speyer

  • Führung durch das SchUM-Gemeindezentrum in Speyer

    Speyer, Judenhof
    01. Juni<br>15–16 Uhr

    Entdecken Sie bei der Gästeführung das mittelalterliche SchUM-Gemeindezentrum im Speyerer Judenhof

    Vor Ort

    In einem etwa einstündigen Rundgang lernen Besucherinnen und Besucher das alte jüdische Gemeindezentrum in Speyer sowie die Geschichte der damaligen jüdischen Gemeinde kennen. Im Zentrum stehen die UNESCO-Welterbekomponenten: Die mittelalterliche Synagoge als Zentrum des jüdischen Gemeindelebens und die um 1120 errichtete Mikwe (Ritualbad). 

    Die kostenfreie Führung ist ohne Anmeldung für maximal 25 Personen möglich.

    Adresse

    Kleine Pfaffengasse 20/21, 67346 Speyer

  • Live-Musik: Chor der jüdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz

    Speyer, Judenhof
    01. Juni<br>16 Uhr

    Genießen Sie in der besonderen Atmosphäre des Judenhofs einen exklusiven Auftritt des Chors der jüdischen Kulturgemeinde der Rheinpfalz 

    Vor Ort

    Anlässlich des UNESCO-Welterbetags lädt die Jüdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz zu einem Konzert des Chors im Judenhof ein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 

    Adresse

    Kleine Pfaffengasse 20/21, 67346 Speyer